GERMAN REVIEWS / by Ana Alcaide

 

SPUREN MAGAZINE - SWITZERLAND - 2015/10

Fernweh: Der Drang, die vertrauten Verhältnisse zu verlassen, und die Sehnsucht, die weite Welt musikalisch zu erkunden, dürften Ana Alcaie mit ihrer mittelalterlichen Nyckelharpa geritten haben, als sie Spanien verliess und in Indonesien auf der Insel Java auf das Ensemble Tales of Pangea stiess. Das von ihr komponierte Werk Gotrasawala wurde in Bandung und Madrid von verschiedenen Musikern eingespielt. Für mich wecken die Aufnahmen Heimatgefühle nach Bali, ich fühle mich durch die Lüfte ins Paradies entführt; selten ist Musik aus diesem Kulturkreis mit exotischen Instrumenten und Gesängen schon beim ersten Hören für unsere westlichen Ohren so bekömmlich.

BESTSELLER MAGAZINE - AUSTRIA - 2015/10

Reviewed by Hans Kulisch
Die spanische Komponistin und Sängerin Ana geht nach ihren ersten Alben auf Reise nach Indonesien und bietet hier eine Melange von sundanesischer Kultur zwischen Toledo und Bandung mit einer offenen Gruppe lokaler Musiker. Beim Gotraswala Festival lernten sich die einzelnen kennen und übten sich in gemeinsamem Gamelan, authentischen Saiten- und Blasinstrumenten und spanischer Gitarregespielt von Ray Sandoval. Zusätzlich zu Anas Lyriks kommt auch die lokale Sängerin Novi Aksmiranti ans Mikro. Neue Musik von 2 weit entfernten Gegenden in unbestechlicher Feinheit.

DONAUKURIER - 2014/01

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Hoch emotionale Geschichtsstunde

Ingolstadt (DK) Ästhetisch - das ist mit das erste Wort, was einem beim Anblick und Hörerlebnis von Ana Alcaide und ihrem Trio in den Sinn kommt. Elfengleich schwebt die zierliche Spanierin mit ihner schewedischen Nyckelharpa zu eingespielten mystischen Klängen mit spanischen Sprachfetzen auf die von einem farbenfrohen Teppich bedeckte Bühne der Neuen Welt, um das zahlreich erschienene Publikum für zwei Stunden mit anheimelnder Weltmusik zu verzaubern.

Mitreißende Weltmusik: Ana Alcaide in der Neuen Welt - Foto: knb
Nicht umsonst landete ihre aktuelle CD „La cantiga del fuego“ auf Platz drei der europäischen Worldmusic-Charts. Viele ihrer Lieder entstammen der sefardischen Kultur, entstanden im mittelalterlichen Spanien mit volksmusikalischen Einflüssen aus Marokko, der Türkei und Griechenland, wohin 1492 die Juden von der iberischen Halbinsel geflohen sind, als das Alhambra-Edikt durch die „katholischen Könige“ erlassen wurde.
Ana Alcaide wird folglich von den beiden Musikern Bill Cooley und Rainer Seiferth auf der Oud oder der Bouzouki begleitet, dazu kommen Psalterium und Gitarre sowie einige Perkussionsinstrumente wie Darbuka, Tamburello oder Udu. Erstaunlich authentisch klingt der Oud-Koffer von Bill Cooley als Cajon-Ersatz bei der Buleria-Nummer „El Romeral“ im 12/8-Takt. Natürlich dürfen auch ein paar schwedische Polkas nicht fehlen, schließlich hat Alcaide die Nyckelharpa, zu deutsch Schlüsselgeige oder Tastenfidel, vor Ort auf der Malmö Academy of Music gelernt.
Egal, ob sefardisch, spanisch oder schwedisch – die Musik von Ana Alcaide ist schwerelos, die drei Saitenvirtuosen harmonieren bestens und lassen die Zuhörer in die Seele europäischer Volksmusik blicken. Zwischen den eingängigen Instrumentalstücken wie „Khun Caravan“ erzählt Ana Alcaide immer wieder, woher die Musik stammt und was es mit dem textlichen Inhalt auf sich hat. So geht es in „La Galana y el Mar“ um eine Tradition der Frauen, vor der Hochzeit im Meer zu baden. „Hixa mia“, gesungen im sogenannten Judenspanisch, handelt von Ratschlägen, die Mütter ihren Töchtern geben und in der wunderschönen 6/8-Ballade „Luna Sefardita“ wird die Legende der Schlüssel von Toledo erzählt, die auch nach Jahrhunderten der Vertreibung noch passen sollen. Und so gibt das Konzert von Ana Alcaide neben einem fantastischen musikalischen Erlebnis eine äußerst interessante Geschichtsstunde ab. Und was eignet sich wohl besser auf der Welt, um lebendige Geschichte zu erzählen, als die Musik, wo neben dem Text durch die Melodien Emotionen von Generation zu Generation transportiert werden.

 

MUSIC FRAMES - 2014/03

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Het Joods Sefardisch repertoire uit Spanje en Portugal wordt al jaren door veel artiesten op cd gezet. Moeilijk om daar nog verrassende versies aan toe te voegen. Toch lukt het Ana Alcaide (Madrid-1976) weer om met haar derde cd ‘Como la Luna y el Sol’ een verfrissend kijk te bieden op deze vijf eeuwen oude muziek.

Eind 15de eeuw werden de Joden uit Spanje gedwongen zich óf tot het Christendom te bekeren óf Spanje te verlaten. Veel Sefardische Joden vertrokken naar Nederland maar ook velen naar Turkije, Griekenland en de Balkan. Zij namen hun muziek mee die zich aanpaste aan de nieuwe cultuur. Sefardische melodieën zijn karakteristiek, hebben typische melodische wendingen en worden gezongen in het Ladino. Ana Alcaide baseert haar muziek op deze rijke lied cultuur. Ze heeft een prachtig heldere, soms breekbare stem die zo mooi past bij deze fragiele muziek. De inmiddels klassieke balladen ‘La Galana y el Mar’ en ‘Las Tres Hermanicas’ hebben een mooi gedoseerde melancholie en zijn werkelijk schitterend. Bovendien is Alcaide multi instrumentalist. Ze speelt harp, santur (hakkebord), rebec (Renaissance viool), percussie en nychelkharpa. De Zweedse druktoetsenviool, uniek binnen de Sefardische muziek. Ze wordt bijgestaan door drie gast musici die allerlei fluit, snaar en percussie instrumenten bespelen. De arrangementen zijn helder en volgen de lied structuur. Overigens wordt niet in elk stuk gezongen, treffen we Keltische invloeden aan (‘Tishri‘) en is een enkel nummer voorzien van overbodig drumspel waardoor de unieke breekbaarheid verloren gaat. ‘Como la Luna y el Sol’ (Zoals de Zon en de Maan) is een voortreffelijke album waar de tijd even stilstaat of zoals Alcaide het zelf vertaalt: ‘….de metafoor voor alles wat ons bindt en toch zo onbereikbaar en ver weg‘.

 

FOLKWORLD - 2012/11

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Ana Alcaide spielt seit ihrem siebenten Lebensjahr Violine. Auf einer Reise nach Schweden lernte sie die dort in der Folkszene häufig benutzte Nickelharpa kennen. Sie nahm dieses typisch skandinavische Instrument mit nach Spanien und führte es erfolgreich in die Weltmusik ihrer iberischen Heimat ein. Ihre aktuelle CD "La Caniga del fuego" ist geprägt von einer stimmungsvollen Melange aus nordischer Melancholie und südeuropäischer Sonne. Das überhitzte Temperament wird mittels dieses skandinavischen Einflusses ein wenig herabgekühlt, was der Musik sehr gut tut. Ana Alcaide benutzt die Musik der Sepharden als Grundmuster. Das gibt ihr Gelegenheit, dazu passende Einflüsse aus Osteuropa einzubinden. Neben der Nickelharpa, der Violine sowie der keltischen Harfe, lässt sie ein buntes Spektrum an weltmusikalischen Klängen in ihre Musik einfließen. Die spanische Gitarre findet sich gleichberechtigt neben dem Oud, der Mandola, der Bouzouki, verschiedenen türkischen Instrumenten und sogar der griechischen Lyra. "La Cantiga del Fuego" klingt stellenweise nach Mittelaltersehnsucht, jüdischen Schwer- und nordeuropäischem Langmut. Eine gewisse Schwere steckt in allen Liedern, viel Ernsthaftigkeit und etwas Wehmut. Und doch wirkt die Musik lebendig und frei. Ein eigenwilliges und schönes Album.